tapezieren Schortens
Tapezieren beim Kunden – warum die wichtigste Arbeit oft unter der neuen Tapete steckt
Auf den ersten Blick klingt Tapezieren eigentlich ganz einfach:
Alte Tapete runter. Neue Tapete drauf. Fertig.
Ganz so einfach ist es in der Praxis allerdings nicht.
Denn wenn eine neu tapezierte Wand später sauber, gerade und gleichmäßig aussehen soll, entscheidet sich das Ergebnis oftmals bereits lange bevor die erste neue Tapetenbahn überhaupt an die Wand kommt.
Genau das sieht man auch auf den Bildern von einer unserer aktuellen Baustellen.
Die alten Wandbeläge werden entfernt, lose Bestandteile beseitigt und die vorhandenen Wandflächen Stück für Stück für den neuen Aufbau vorbereitet.
Für unsere Kunden sieht diese Phase manchmal zunächst nach einer ziemlich großen Baustelle aus.
Für uns bedeutet sie:
Die Grundlage für ein ordentliches Endergebnis schaffen.
Warum muss die alte Tapete überhaupt runter?
Eine Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen:
Kann man nicht einfach über die alte Tapete tapezieren?
Manchmal ist das theoretisch möglich.
Unsere bevorzugte Lösung ist es jedoch, zunächst zu prüfen, was tatsächlich auf der Wand vorhanden ist.
Gerade in älteren Häusern findet man nicht selten mehrere Renovierungsschichten übereinander.
Tapete auf Tapete, Farbe auf Tapete und darunter möglicherweise noch weitere alte Beschichtungen.
Das Problem:
Die neue Tapete kann nur so gut halten wie der Untergrund, auf dem sie verarbeitet wird.
Wenn sich darunter alte Tapeten lösen, schwache Kleisterschichten vorhanden sind oder der Untergrund nicht mehr ausreichend tragfähig ist, kann auch die schönste neue Tapete später Probleme bekommen.
Deshalb schauen wir lieber vorher genau hin.
Was passiert nach dem Entfernen der Tapete?
Nach dem Ablösen beginnt ein Arbeitsschritt, den man später nicht mehr sieht, der aber besonders wichtig ist.
Die Wand wird kontrolliert.
Dabei achten wir beispielsweise auf:
- lose Altbeschichtungen,
- Kleisterreste,
- Unebenheiten,
- Löcher und Beschädigungen,
- Risse,
- stark saugende Bereiche und
- unterschiedliche Untergründe.
Je nachdem, was wir vorfinden, wird der Untergrund anschließend entsprechend vorbereitet.
Manchmal reichen kleinere Spachtelarbeiten.
Bei anderen Wänden ist deutlich mehr Vorbereitung erforderlich.
Jede Wand ist anders.
Genau deshalb halten wir wenig davon, eine Renovierung nur nach Quadratmetern zu beurteilen, ohne den vorhandenen Untergrund gesehen zu haben.
Warum ist die Untergrundvorbereitung so wichtig?
Stellen Sie sich eine neue Tapete wie einen neuen Lack auf einem Auto vor.
Wenn der Untergrund darunter Dellen, Kratzer und Unebenheiten hat, verschwinden diese nicht automatisch durch die neue Oberfläche.
Bei einer Wand ist es ähnlich.
Besonders bei glatten Tapeten, Vliestapeten oder modernen Wandbelägen können Unebenheiten später sichtbar bleiben.
Deshalb gilt für uns:
Je hochwertiger das gewünschte Endergebnis sein soll, desto wichtiger ist die Vorbereitung.
Das bedeutet nicht, dass jede Wand komplett neu gespachtelt werden muss.
Aber die notwendigen Arbeiten sollten vor Beginn gemeinsam besprochen werden.
Ist Tapezieren eigentlich immer gleich?
Nein.
„Wir möchten gerne neue Tapeten“ kann sehr unterschiedliche Arbeiten bedeuten.
Ein Kunde möchte vielleicht klassische Raufaser.
Der nächste entscheidet sich für eine glatte Vliestapete.
Ein anderer möchte eine auffällige Mustertapete als einzelne Akzentwand.
Auch möglich sind hochwertige Designtapeten, Fototapeten oder Wandbeläge mit besonderen Strukturen.
Und jede dieser Tapeten stellt andere Anforderungen an Untergrund und Verarbeitung.
Vliestapete – warum entscheiden sich viele Kunden dafür?
Vliestapeten werden heute besonders häufig eingesetzt.
Ein Vorteil liegt in der Verarbeitung.
Je nach Produkt wird der passende Kleister direkt auf die vorbereitete Wand aufgetragen und anschließend die Tapete eingelegt.
Das macht eine saubere Verarbeitung möglich und erleichtert später bei geeigneten Produkten auch eine erneute Renovierung.
Hinzu kommt die große Auswahl.
Von ganz schlicht bis auffällig ist inzwischen nahezu alles erhältlich.
Raufaser – altmodisch oder immer noch sinnvoll?
Die gute alte Raufaser ist längst nicht verschwunden.
Und das hat einen Grund.
Sie ist robust, kann mehrfach gestrichen werden und funktioniert besonders gut, wenn eine Wand bewusst etwas Struktur bekommen soll.
Gerade in Fluren, Schlafzimmern, Kinderzimmern oder Mietobjekten ist Raufaser deshalb weiterhin eine interessante Lösung.
Wer dagegen eine sehr moderne und ruhige Wandfläche möchte, entscheidet sich häufig eher für eine glatte Oberfläche.
Was ist eigentlich mit Mustertapeten?
Bei Mustertapeten entscheidet die Verarbeitung noch stärker über das Ergebnis.
Bei Streifen, geometrischen Mustern oder großen Motiven müssen die einzelnen Bahnen exakt zueinander passen.
Ein Versatz von wenigen Millimetern kann hier sofort auffallen.
Außerdem muss bei der Materialberechnung der sogenannte Rapport berücksichtigt werden.
Deshalb benötigt man bei einer Mustertapete häufig etwas mehr Material als bei einer einfarbigen Tapete.
Unser Tipp:
Bei einer hochwertigen Mustertapete lieber eine Rolle mehr bestellen als später festzustellen, dass genau diese Charge nicht mehr erhältlich ist.
Muss der Raum während der Arbeiten komplett leer sein?
Ideal ist natürlich ein möglichst freier Arbeitsbereich.
Aber nicht jedes Wohnzimmer kann vorher komplett ausgeräumt werden.
Je nach Raum und Umfang der Arbeiten können Möbel häufig zusammengestellt und entsprechend geschützt werden.
Böden, Fensterbänke, Heizkörper und angrenzende Bauteile werden ebenfalls geschützt.
Denn zu einer vernünftigen Renovierung gehört für uns nicht nur die neue Wand.
Auch das, was bereits vorhanden ist, soll nach unseren Arbeiten noch genauso aussehen wie vorher.
Wie viel Schmutz entsteht beim Entfernen alter Tapeten?
Wenn alte Tapeten entfernt werden, lässt sich etwas Schmutz natürlich nicht vollständig vermeiden.
Die Fotos zeigen ganz gut, wie viel Material dabei teilweise zusammenkommt.
Alte Tapete liegt auf dem Boden, Wandflächen sind teilweise freigelegt und für kurze Zeit sieht der Raum eher schlechter als besser aus.
Das gehört dazu.
Der entscheidende Unterschied ist jedoch, wie die Baustelle organisiert wird.
Wir versuchen deshalb, Arbeitsbereiche sinnvoll vorzubereiten, Materialien zu sammeln und den Raum Schritt für Schritt wieder aufzubauen.
Eine Renovierung darf während der Arbeiten nach Baustelle aussehen.
Nach unserer Arbeit sollte sie das allerdings nicht mehr.
Wie lange dauert das Tapezieren eines Zimmers?
Eine pauschale Antwort wäre unseriös.
Denn der größte Zeitunterschied entsteht häufig nicht beim eigentlichen Tapezieren.
Entscheidend ist vielmehr:
Wie gut lässt sich die alte Tapete entfernen?
Wie sieht der Untergrund darunter aus?
Müssen größere Flächen gespachtelt werden?
Welche Tapete wird verarbeitet?
Müssen Wände zusätzlich gestrichen werden?
Ist der Raum leer oder müssen Möbel bewegt und geschützt werden?
Deshalb sehen wir uns die Situation möglichst vorher an.
Anschließend können wir wesentlich besser einschätzen, welchen Aufwand die Renovierung tatsächlich bedeutet.
Muss nach dem Tapezieren noch gestrichen werden?
Das hängt vom ausgewählten Wandbelag ab.
Raufaser oder Malervlies werden beispielsweise anschließend beschichtet.
Bei fertigen Design- oder Mustertapeten ist das natürlich nicht erforderlich.
Auch Kombinationen sind möglich.
Zum Beispiel:
Drei Wände ruhig und hell gestalten und eine Wand mit einer besonderen Tapete hervorheben.
Damit kann man einen Raum komplett verändern, ohne dass er überladen wirkt.
Welche Tapete passt zu meinem Raum?
Hier lohnt sich ein bisschen Planung.
Bei kleinen Räumen können sehr große oder dunkle Muster schnell dominant wirken.
In großen Räumen dagegen kann eine einzelne gestaltete Wand genau der Blickfang sein, der vorher gefehlt hat.
Auch Bodenbelag, Möbel, Türen und vorhandene Farben sollten mit berücksichtigt werden.
Deshalb lautet unsere Empfehlung:
Die Tapete nicht isoliert auswählen, sondern immer den ganzen Raum betrachten.
Was auf einer kleinen Musterkarte großartig aussieht, kann auf 20 Quadratmetern Wandfläche eine völlig andere Wirkung haben.
Was kostet das Tapezieren?
Auch hier hängt der Preis nicht nur von der Anzahl der Quadratmeter ab.
Eine Wand, auf der sich die vorhandene Tapete problemlos ablösen lässt, ist deutlich schneller vorbereitet als ein Untergrund mit mehreren alten Schichten.
Zum Preis gehören deshalb je nach Baustelle beispielsweise:
- Baustelleneinrichtung,
- Abdecken und Schützen,
- Entfernen vorhandener Tapeten,
- Entsorgung der Altbeläge,
- Untergrundprüfung,
- Spachtelarbeiten,
- Schleifarbeiten,
- Grundierung,
- Tapezierarbeiten,
- Material und
- gegebenenfalls anschließende Anstricharbeiten.
Wir finden es besser, dem Kunden diese Punkte zu erklären, als einfach nur einen Quadratmeterpreis in den Raum zu stellen.
Denn am Ende soll nachvollziehbar sein, wofür Sie bezahlen.
Warum ein Malerbetrieb, wenn man auch selbst tapezieren kann?
Natürlich kann man einen Raum selbst tapezieren.
Wer Spaß daran hat und handwerklich geschickt ist, kann damit durchaus gute Ergebnisse erzielen.
Schwierig wird es meistens an den Stellen, die auf YouTube immer erstaunlich einfach aussehen:
Innenecken.
Außenecken.
Fensterlaibungen.
Heizkörper.
Schräge Wände.
Musterrapporte.
Schiefe Altbauwände.
Und die berühmte letzte Tapetenbahn, die irgendwie genau drei Zentimeter zu schmal ist.
Genau hier macht Erfahrung einen Unterschied.
Auf unserer Baustelle zählt deshalb nicht nur die letzte Tapetenbahn
Die Bilder zeigen einen Teil der Arbeit, den ein Kunde nach Fertigstellung nie wieder sieht.
Und trotzdem ist genau dieser Teil wichtig.
Alte Tapete entfernen.
Untergrund freilegen.
Schwachstellen erkennen.
Wände vorbereiten.
Erst danach entsteht die neue Oberfläche.
Wir könnten natürlich nur ein Foto vom fertigen Zimmer zeigen.
Aber wir möchten auch zeigen, was davor passiert.
Denn gutes Handwerk erkennt man nicht nur am fertigen Ergebnis.
Oft erkennt man es an den Arbeiten, die später niemand mehr sieht.
Sie möchten Ihre Räume neu gestalten?
Dann schicken Sie uns gerne ein paar Fotos der vorhandenen Räume.
Hilfreich sind zum Beispiel:
- ein Foto des gesamten Raumes,
- Bilder der einzelnen Wandflächen und
- Nahaufnahmen von auffälligen Stellen oder Beschädigungen.
Damit können wir bereits einen ersten Eindruck bekommen.
Anschließend schauen wir gemeinsam, welche Wandgestaltung zu Ihrem Zuhause passt.
Ob klassische Raufaser, Malervlies, moderne Vliestapete oder eine besondere Designtapete:
Am Ende soll die Wand nicht einfach nur neu tapeziert sein. Sie soll zum Raum und zu Ihnen passen.
Tapezierarbeiten in Schortens, Jever, Wilhelmshaven und Umgebung
Der Malerbetrieb Erwin Janßen aus Schortens führt Tapezier-, Maler- und Renovierungsarbeiten für Privatkunden in Schortens und der umliegenden Region aus.
Dazu gehören unter anderem Jever, Wilhelmshaven, Sande, Wangerland, Hooksiel, Horumersiel, Wittmund, Friedeburg, Zetel, Bockhorn und Varel.
Wenn Ihre Tapeten ihre besten Zeiten hinter sich haben oder Sie einfach Lust auf etwas Neues haben, sprechen Sie uns gerne an.
Malerbetrieb Erwin Janßen GmbH
Jeversche Straße 4
26419 Schortens
Telefon: 04461 8641
E-Mail: info@maler-schortens.de
www.maler-schortens.de
Und jetzt eine Frage an Sie:
Wann haben Sie Ihre Wände das letzte Mal wirklich verändert – und welche Tapete würden Sie heute auswählen?
24. August 2026
Kategorie/n: Blog











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